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Parallel

Psalms 22

Lutherbibel 1912 · Berean Standard Bible

Ein Psalm Davids, vorzusingen; von der Hinde, die früh gejagt wird.
—
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich heule; aber meine Hilfe ist ferne.
—
Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht.
—
Aber du bist heilig, der du wohnest unter dem Lobe Israels.
—
Unsre Väter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen aus.
—
Zu dir schrieen sie und wurden errettet; sie hofften auf dich und wurden nicht zu Schanden.
—
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks.
—
Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:
—
„Er klage es dem HERRn; der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Lust zu ihm.”
—
Denn du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warst meine Zuversicht, da ich noch an meiner Mutter Brüsten war.
—
Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an; du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.
—
Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer.
—
Große Farren haben mich umgeben, gewaltige Stiere haben mich umringt.
—
Ihren Rachen sperren sie auf gegen mich wie ein brüllender und reißender Löwe.
—
Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, alle meine Gebeine haben sich zertrennt; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs.
—
Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen, und du legst mich in des Todes Staub.
—
Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben.
—
Ich kann alle meine Gebeine zählen; sie aber schauen und sehen ihre Lust an mir.
—
Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.
—
Aber du, HERR, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen!
—
Errette meine Seele vom Schwert, meine einsame von den Hunden!
—
Hilf mir aus dem Rachen des Löwen und errette mich von den Einhörnern!
—
Ich will deinen Namen predigen meinen Brüdern; ich will dich in der Gemeinde rühmen.
—
Rühmet den HERRn, die ihr ihn fürchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, und vor ihm scheue sich aller Same Israels.
—
Denn er hat nicht verachtet noch verschmäht das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen; und da er zu ihm schrie, hörte er's.
—
Dich will ich preisen in der großen Gemeinde; ich will meine Gelübde bezahlen vor denen, die ihn fürchten.
—
Die Elenden sollen essen, dass sie satt werden; und die nach dem HERRn fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.
—
Es werden gedenken und sich zum HERRn bekehren aller Welt Enden und vor ihm anbeten alle Geschlechter der Heiden.
—
Denn des HERRn ist das Reich, und er herrscht unter den Heiden.
—
Alle Fetten auf Erden werden essen und anbeten; vor ihm werden die Kniee beugen alle, die im Staub liegen, und die, so kümmerlich leben.
—
Er wird einen Samen haben, der ihm dient; vom HERRn wird man verkündigen zu Kindeskind.
—
Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird, dass er's getan hat.
—